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Grundlagenwissen

Was sind BFH-Urteile?

BFH-Urteile sind Entscheidungen des Bundesfinanzhofs, des obersten deutschen Gerichts für Steuer- und Zollsachen. Sie konkretisieren das Steuerrecht durch Auslegung der gesetzlichen Vorschriften und haben eine maßgebliche Bedeutung für die steuerrechtliche Praxis — insbesondere für die Einordnung komplexer Sachverhalte und Streitfragen.

Aktuelle BFH-Urteile

Aktuelle Urteile

  • BundesfinanzhofVerfahrensrecht
    02.07.2026

    Auslegung des Klagebegehrens

    Das Urteil des Finanzgerichts Münster wurde aufgehoben, da das Gericht das Klagebegehren falsch ausgelegt hat. Der Kläger wollte erreichen, dass die zur Insolvenztabelle angemeldeten Forderungen nicht bestehen, da diese unrechtmäßig festgesetzt wurden. Für Steuerberater ist diese Entscheidung wichtig, da sie den Umgang mit fehlerhaften Forderungen im Insolvenzverfahren betrifft und die notwendige Präzision bei der Auslegung von Klageanträgen unterstreicht.

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  • BundesfinanzhofEinkommensteuer
    02.07.2026

    Fristberechnung bei privaten Veräußerungsgeschäften

    Bei der Beurteilung der Veräußnung einer Immobilie innerhalb der Zehn-Jahres-Frist gemäß § 23 EStG ist der Zeitpunkt des Abschlusses der Kaufverträge entscheidend, nicht der Zeitpunkt des wirtschaftlichen Eigentumsübergangs. Der BFH weist die Revision als unbegründet zurück, da die grundlegende Rechtsfrage bereits klar und beständig durch die Rechtsprechung geregelt ist. Für Steuerberater hat dies praktische Bedeutung, da sie sich auf die stabile Rechtsprechung verlassen können, um die steuerlichen Auswirkungen bei privaten Veräußerungsgeschäften korrekt zu bewerten.

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  • BundesfinanzhofEinkommensteuer
    02.07.2026

    Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 22.04.2026 II R 26/24 - Verfassungsmäßigkeit des Landesgrundsteuergesetzes Baden-Württemberg

    Das Urteil des BFH befasst sich mit der verfassungsmäßigen Regelung der Grundsteuer im Land Baden-Württemberg. Der Gerichtshof hat entschieden, dass der Einsatz des Bodenrichtwerts zur Ermittlung des Grundsteuerwerts für alle Grundstücke in einer Bodenrichtwertzone rechtlich zulässig ist, und dass eine individuelle Anpassung nur unter strengen Voraussetzungen gemacht werden kann. Diese Entscheidung ist für Steuerberater von Bedeutung, da sie die Grundlagen der Grundsteuerbewertung im Land und die Anforderungen an den Nachweis eines abweichenden Werts festlegt.

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